Jso Maeder

    Jso Maeder beschreibt seinen künstlerischen Beitrag:

    experiment – raum als «werk»

    Entgegen den konventionen des betriebssytems kunst, bedeutsamkeit in einer fokussierung auf die fallweise offensichtlichkeit von werkobjet und autorensubjekt (produkt und produzent), und somit ein stereotyp des jeweiligen künstlerischen sonderfalls in der rezeptiven matrix assoziativer kontextualisierung zu erläutern, will «The Grey Sphere Problem’s Rietberg Version» ein problemorientierter hergang sein; ein raum der mischung im erweiterten spektrum des ready made als eine untersuchung im komplex material, form, objekt, und ihrer dynamik.

    So besehen, wird eine künstlerische praxis in «SIT anlage/distrikt/zone» als ein spekulatives areal begriffen, zugleich in einem «situativen apparat»: Werk-Stätte als werkraum und raumwerk, insofern beide in komplementärem, als auch reflektorischem verhältnis präparate oder dokumente als gerätesituieren (bzw. ein gerät auch als ein dokument), welche die wirkungen oder die spuren von virtuell «welthaften gelegenheiten» aufzeichnen, und ihnen derart vielleicht eine stelle zuordnen im kulturellen raum dessen, «was der fall ist», also der «wirklichkeiten».

    Ein komplementärer versuch – und möglicherweise einspruch gegen das ideologische paradox einer egozentrisch disponierten ästhetik.

    Dem wiederum entspricht hinsichtlich der beobachtungsprozesse, dass sich eine stabile extremposition des «beobachters» oder «rezipienten» kaum wird aufrechthalten lassen. In den entwicklungsverhältnissen der GREY SPHERE kann sich eine beobachtung ihrerseits nur gebrochen disponieren, ein aspekt und situatives moment dieser werkräumlichen umstände selber sein – in subjektiver einmischung.

    www.jsomaeder.ch

    Jso Maeder
    «SIT anlage/distrikt/zone»
    («The Grey Sphere Problem’s Rietberg Version»)
    2014
    Fotografie: Rainer Wolfsberger
     

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