Fischli/Weiss

    Die vier Betonlandschaften von Fischli/Weiss (*1952, 1946 – 2012) sind im Garten des Museums Rietberg hinter der Villa Schönberg platziert. Sie laden auf eine innere Reise ein, wie sie bereits von den chinesischen Literatenmalern intendiert wurde, die in der Sammlung des Museums Rietberg bewundert werden können. Die meist in monochromer Tusche ausgeführte und auf Hängerollen montierte Malerei irritiert die westlichen Betrachtenden auf den ersten Blick. Es fehlt die für uns so zentrale Perspektive, die Landschaften scheinen ineinander­ geschachtelt, Wolken und Gewässer unterteilen den Bildraum, der Horizont fehlt. Die Felsen, Bäume und Gebäude sind mit einigen wenigen Tuschelinien mehr angedeutet als illustriert, weil es den Literaten hauptsächlich darum ging, das Wesen eines Gegenstandes zu erfassen und nicht eine Gestalt wiederzugeben.

    Der Schlüssel zum Verständnis, wie man einem solchen Bild begegnen kann und damit die Intention des Künstlers richtig versteht, liegt in der Auflösung des Verhältnisses zwischen Bildraum und Betrachterin oder Betrachter. In diesem Sinne wird die Rezipientin und der Rezipient  bei der Landschaft von Fischli/Weiss aufgefordert, seine Perspektive zu verlassen und in das Bild einzutauchen, Teil davon zu werden und in den dargestellten Landschaften spazieren zu gehen.

    www.fischli-weiss.com
    www.presenhuber.com

    Fischli/Weiss
    4 Betonlandschaften
    1989, 2010, 2011, 2014
    Beton Direktguss
    80 x 80 cm – 100 x 130 cm
    Courtesy die Künstler und Sprüth Magers, Köln
    Installationsansicht, Museum Rietberg Zürich
    Fotografie: Iren Sarwa
     

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